Neidgesellschaft

Literatur und Schreiben

Neiden

 

der Zukunft das Morgen

dem Kalender die Tage

dem Schurken das Rauben

dem Denker die Frage

dem Kollegen das Gehalt

dem Optimisten den Glauben

dem Priester den Segen

dem Dichter das Wort

dem Hemd den Zipfel

dem Hund die Wurst

dem Chef die Frau

dem Ofen die Hitze

dem Bauer die Sau

dem Sportler den Sieg

dem Acker die Kartoffel

dem Boxer den Hieb

dem Hals die Wende

dem Dadaisten das Da

dem König das K

 

dem Gedicht das ENDE

 

 

 

 

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Selbstverständnis

Als Kleinkind fing ich mit meinem Deutschunterricht an. Erste Fremdsprache, keine einfache Aussprache noch! Und Deutsch hat so viele komische Konsonantenkombinationen, dass ein Ausländer es fast immer schwierig findet, alles richtig zu sagen.

Die Lehrerin lehrte uns, „Selbstverständnis“ zu sagen… Ich sprach das so komisch aus, dass alle lachten. Und Silbentrennung musste ich auch üben…

Selbst = sel.

Ver = fer (ach ja, so viele Buchstaben zusammen; der Einfachheit halber machte ich aus „bstv“ nur „f“).

Tänd = ten.

Nis: ja, das habe ich damals richtig gesagt, also nis.

Aber die Zusammensetzung war kurz „Selfertennis“.

So lustig!